Man nehme eine gut funktionierende “Spaß”-App (“musical.ly”), pumpt diese voll, mit eigentlich sehr überflüssigen Filtern, lasse diese von diversen Influencern und Promis nutzen sowie vermarkten – heraus kommt “TikTok”. 

Was ist TikTok?

TikTok war früher musical.ly, welche als Social Media Plattform der besonderen Art eingeführt wurde. Eine Art “Lippen-Syncron-App”, bei der man Musik abspielen konnte (meist aktuelle Songs, hip und aus den Charts). Die Benutzer drehten dann kleine Videos, wie sie zu der Musik performen. Diese kleinen Videos konnten dann geteilt und mit Freunden angesehen werden. Es gab bereits eine “Follower” Funktion, so dass man sich je nach Inhalt schnell eine kleine Community aufbauen konnte.

Die eigentlich spannende Aufgabe bei den Musers (so wurden sie genannt), waren die Battles und Contests. Es gab Vorgaben an die man sich halten sollte, dann drehte man ein kurzes Video und anschließend wurde abgestimmt.
Eine größere Gefolgschaft war da natürlich von Vorteil.

Die Nutzerzahlen von Musical.ly konnten sich sehen lassen. In knapp 2 Jahren (2014-2016) nutzten rund 140 Millionen Nutzer die App. 

2017 folgte dann ein großer Sale. Die App wurde für die stattliche Summe um die 1 Milliarde Dollar verkauft. Kurze Zeit später wurde der Name gestrichen und der bis dahin nicht so populäre Name “TikTok” übernahm die Nutzer. Nach Übernahme und Relaunch 2018 erobert TikTok nun die Social Media Welt. Primär ist die App (und der Dienst dahinter) für Personen ab 13 Jahren gedacht.

Musical.ly hatte 2014-2016 in Summe rund 140 Millionen Nutzer – TikTok wird täglich von der Größenordnung genutzt.
Es ist die, am schnellsten wachsende App-Community der letzten Zeit gehandelt. Mentoren und große Social Media Experten sind sich einig, das TikTok in 2-3 Jahren das ist, was Instagram heute ist. Instagram hingegen wird dann das Facebook von heute sein.

Was macht TikTok so reizvoll?

In erster Linie ist es sehr kurzweilig. Man kann schon mal gut und gerne 1-2 Stunden dort verbringen, ohne es zu merken. Ebenso muss man nicht angemeldet sein, um die Videos dort zu betrachten.
Man kann sich also voll und ganz entertainen lassen und sich Stück für Stück an das neue Medium heran trauen. Ich selbst war lange nicht angemeldet und wagte dann vor kurzem den Schritt.

Und wie ist das so dort?

Es ist bunt, laut und schnell. Man hat das Gefühl man hetzt durch die Gegend und wird immer wieder von neuen Infos und Bildern überrascht. Inhalte dort einzustellen, die man bereits hat, ist einfach. “Auf das Plus” und los geht es.
Inhalte mit Zeitlupen, Filtern etc. zu erstellen, ist hingegen schon etwas schwieriger und benötigt etwas Übung. Meine ersten Videos (weil ich nicht genau wusste, was ich da hochladen soll), waren spielende Hunde und eine Reise-Foto-Diashow. Die Hunde wurden in 24h rund 400 Mal angeschaut (ohne, dass ich nur 1 Follower hatte – Hashtags machen es möglich), die Diashow hingegen war eher ein Flop.

Welche Inhalte sind dafür gut?

Die Inhalte können natürlich von “ernst” über “spaßig” alles sein. Man sollte sich auf die Kurzweiligkeit konzentrieren. Videos die länger als 20 Sekunden gehen, müssen inhaltlich so stark sein, dass es sich wirklich lohnt.
Da man nur ein Swipe davon entfernt ist, dass das eigene Video weggedrückt wird, sollte man also schnell und gut performen, sonst wird es schwer.

Wie sieht die Zukunft von TikTok aus?

Auch wenn ich der Plattform noch nicht viel abgewinnen kann, muss man sagen, dass es wohl die Wegrichtung ist, auf die wir zusteuern. Unabhängig davon ob wir das gut oder schlecht finden. Die zukünftige Aufmerksamkeit ist auf TikTok.
Es ist gerade ein Textprogramm gestartet, bei der getestet wird, in wie weit sich ein Shop mit den Videos vereinbaren lässt. So wird die Influencer-Seite mehr gestärkt.
Wir werden also weiter davon hören und spätestens in 2-3 Jahren wissen wir, ob wir uns heute einen Account hätte machen sollen!

Mein Tipp – Account anlegen und einfach mal ein paar Videos machen.

PRO TIPP: Videos via TikTok erstellen (gibt viele tolle Filter!!), diese dann exportieren und bei Instagram als Story hochladen. Am Ende gibt es den “TikTok”-Hinweis und so wird die Cross-Produktion perfektioniert!