Warum wir alle #Foodporn lieben

Wir alle kennen die Fotos von Speisen aus Restaurants oder von daheim

Aber wieso machen wir das?

Photo by Neven Krcmarek on Unsplash

Seit Anbeginn der Instagram Ära streben die Nutzer nach Aufmerksamkeit und Ansehen. Speisen sind seit längerer Zeit schon nicht mehr nur Nahrung sondern auch Status Symbol.
Soll heißen:

"Isst man dekorativ - isst man teuer."

Dieses vermeintliche Statussymbol gehört natürlich auch gepostet. Getreu dem Motto: "schau her, was ich essen kann."
Die sehr dekorativen Speisen gehören zum Konzept der Restaurants und werden mit Kusshand für Online-Fotos nutzbar gemacht. Wir als Nutzer machen Fotos, zeigen unseren Lifestyle und gleichzeitig machen wir Werbung für den Laden, der die Speisen anbietet.

In der Vergangenheit gehörte Foodfotografie einer eigenen Sparte in der Fotobranche an. 

Da wir immer bessere Mobiltelefone besitzen, immer besseres und kreativeres Verständnis von Fotos erlangen, ist somit der Schulterschluss naheliegend.

Somit wird aus einer einfachen Currywurst Pommes ein "#Currywurstforlife" und #CurrypommesIlike".

Wir sozialisieren somit die Speisen. Ein gut hingelegter Streifen Sushi ist ansehnlich, erzeugt Begierde und (da Sushi oft auch etwas teurer ist) eine Art "Lifestyle", den vielleicht nicht alle nachgehen können.

Perfekt also für die Foto/Video-Plattform "Instagram". 

 


Instagram schaltet "Stalking-Funktion" ab

"Welche Bilder liked eigentlich meine Freundin?"

Dieser Satz oder ähnliche, sorgten in der Vergangenheit für einige Probleme.

Instagram bot unter dem "Herz-Symbol" in der unteren Leiste, eine tolle Ansicht darüber, welche Fotos und Videos, sowie Kommentare die Personen abgeben, die man abonniert hat.
Mit dieser Funktion versprach man sich anfangs mehr Interaktion und Aufmerksamkeit der "dritten" gegenüber.
Damit ist gemeint: Sollte Person A, die ihr folgt, Person B liken und einen Kommentar absetzen, könnt ihr als Person C das ja sehen und eventuell so auch auf Person B stoßen und ein Abo da lassen.

Interaktion sollte damit in Gang gesetzt werden.

Wieso ist es nun nicht mehr verfügbar?

Instagram ließ verlauten, dass sie diese Funktion der "einfachheithalber" deaktiviert haben. Sie seien zu dem Entschluss gekommen, dass das Instagram-Interface aufgeräumter wirke und somit einfacher zu bedienen sei.

Lassen wir uns überraschen, womit Instagram als nächstes auffährt. 


QUIZ Sticker - Instagram

Instagram mit neuem Sticker Update.

Nun gibt es ein erneutes Update von Instagram und dieses Mal gibt es einen Sticker den man nutzen kann.

Beim QUIZ Sticker kann man Fragen an seine Follower stellen - im "Wer wird Millionär"-Stil.

Sprich "A, B, C oder D". Die Auswertung findet dann in den Insights statt und man bekommt dann auch die Info welche Frage wann wie oft falsch oder richtig angeklickt wurde.


Wieso macht Instagram das?

Natürlich in erster Linie um einfach etwas neues zu präsentieren und etwas "Fun" für die Benutzer zu generieren. Wir werden also bald viele Fragen/Antwort-Spielchen bekommen.
Sie preisen das ja auch genau so im Intro-Video an ("Wie gut kennst Du deine Follower?").
Für mich wäre denkbar, dass das auch für Firmen dann eine spätere Interaktion mit den Fans und Followern bedeutet.
Sie könnten dann gezielt Abfragen stellen, die als "Richtig/Falsch" getarnt sind, man aber durch die Abstimmung dann erkennt, wo ein

Trend hingeht.

Das wird sicherlich nicht das letzte Update sein, welches Instagram präsentiert.


BIG UPDATE: Instagram Story nun auch mit Fotos älter als 24 Stunden

Instagram und Story Update

Das neue Instagram Update erregt die Gemüter und schafft erneut eine weitere Entwicklung im Bereich "Branding". Das eigentliche Feature, welches die Story so spannend machte wird nun um eine wichtige Funktion erweitert.

Ab sofort ist es möglich neben den Fotos und Videos der letzten 24 Stunden auch seine Camera Roll zu nutzen und so alte Fotos hochzuladen.

Welchen Vorteil bringt das?

Marken können nun gezielter Kampagnen schalten und sind nicht mehr auf "Screenshot-Spielereien" angewiesen. Ebenso können sie ältere Fotos gekonnter in Szene setzen und so auch mehrfache Postings durchführen, ohne jedes Mal "neue 24 Std. Fotos" zu machen.

Welchen Nachteil bringt das mit sich?

Durch die Story erschaffte man eine Art Abhängigkeit, die es spannend machte, gegebenenfalls etwas zu verpassen, wenn man jemanden nicht min. innerhalb von 24 Stunden folgt. Nun ist das passé und die Fotos können, falls derjenige sie erneut hoch lädt, ebenfalls erneut ansehen.

Meine Meinung dazu: 

Weiterentwicklungen sind wichtig und gehören zur heutigen Zeit dazu. Ich finde dieses Feature grundlegend gut, jedoch mag ich es ebenfalls sehr, wenn man auf bestimmte Inhalte die man gemacht hat, nur 24 Stunden zugreifen kann und diese dadurch nur im begrenzten Zeitraum zur Verfügung stellen kann.

Ob das Feature angenommen wird und ob es Verwirrung stiftet wird sich zeigen. 

 


VLOG 5 // Headling Reading / Clickbait

Headline Reader

Social Media ändert sich fast täglich - genau wie die Bedürfnisse und Gewohnheiten der Konsumenten. Durch die steigende Zahl an digitalen Produkten, sowohl Verkauf- als auch Infoprodukten, beginnt auch für die Bewerbung dessen eine immer stetig wandelnde Zeit.

Noch vor 2 Jahren wurden Infos auf z.B. Facebook oder Twitter so erzählt, wie sie nötig waren. "Info: Supermarkt XX macht zu. Nächste Woche ist Schluß. Werdet ihr es vermissen?"

Dadurch wurde der Konsument direkt abgeholt, er bekam die nötige Info und konnte weitergehen. In der heutigen Zeit ist es jedoch so, dass es immer wichtiger wird, den Passanten dort zu halten und idealerweise von dem Webseiten-Gateway (also dem Zwischenhändler der Information) zu sich auf die Webseite zu "locken". Durch geschickte Wortwahl, gepaart mit entsprechendem Skandal-Vokabular erreicht man schnell das Gefühl von "du musst jetzt klicken, sonst bekommst du die Info nicht".

Gleiches Beispiel:

(zur Verdeutlichung im direkten Vergleich):

Früher:
Info: Supermarkt XX macht zu. Nächste Woche ist Schluss. Werdet ihr es vermissen?

Heute:
+++EILMELDUNG+++ DIESER Supermarkt macht dicht! Ihr kennt ihn alle!

Durch den Breaking News Charakter erreicht man eine kleine Paniksituation, dass man etwas verpassen könnte, weil es sich hierbei um eine total wichtige Info handelt. Durch die Info "DIESER Supermarkt", ist man gezwungen zu klicken, damit man die Info bekommt. Und durch "Ihr kennt ihn alle", ist man persönlich betroffen.

Am Ende klickt man und wird in der Regel mit einer Popup Werbung belohnt. Diese wird natürlich standesgemäß weggeklickt und dadurch bekommt der Werbetreibende trotzdem seine Micro-Cents, die in Summe doch eine Menge aus machen. Die BILD Zeitung ist großer Vorreiter in der Art und Weise die Konsumenten auf deren Seite zu ziehen. Sie perfektionieren das Ganze sogar, in dem sie nicht nur Texte so anpassen sondern auch Fotos so manipulieren, damit man drauf klickt.

Viele (er)kennen das Problem und sind mittlerweile recht müde, warten bis einer in die Kommentare schreibt oder klicken schlicht nicht drauf.

Auf Dauer wird sich das System meines Erachtens auch nicht durchsetzen, sondern die konventionelle Art der Informationsverbreitung wird wieder neu aufleben.

Durch Clickbaiting werden große Klickzahlen erreicht

Das Thema Clickbaiting hat vermutlich jeder schon einmal gehört. Durch geschickte Bildmanipulation erweckt der Artikel einen anderen Inhalt, als er wirklich hat. So wird aus einem relativ langweiligen Artikel plötzlich ein "Must Have" Video, welches sich leider schnell als Flop herausstellt. Dennoch wird der Klick gegeben, die Zahl erhöht sich, wenn auch die Absprungrate enorm hoch ist.

Gute Beispiele finden sich auf Youtube ohne Ende. Gerade der männliche Konsument lässt sich anhand der Vorschaubilder gerne blenden und durch die separate Hochlade-Funktion der "Thumbnails" kann man aus einem "Stricken und Häckeln" Video ein "Nackte Frau zeigt sich oben ohne" Video machen. Durch den Klick erzeugt derjenige Reichweite und leider gilt ja immernoch:

Je mehr Klicks ein Kanal hat, desto populärer ist er - unabhängig vom Inhalt

Meine Testreihe "Clickbaiting" ergab, dass die Artikel mit entsprechenden Fotos öfter geklickt wurden, als die "normalen" ohne ein tolles Vorschaubild.

Dennoch muss man sagen, dass die Dauer der Ansichten hingegen bei den "Original Vorschaubildern" länger war, als bei den Fakebildern.

Sei's drum - Content ist und bleibt King

 


Wie #Hashtags deine Reichweite und Followerzahl erweitern

#Hashtag? Ja - genau! Nutzt sie und lasst sie für euch arbeiten

Ob der etwas eingestaubte Newsfeed-Dienst "Twitter", der angesagte Globalplayer Facebook oder das "Bild-Video-Text-Netzwerk" Instagram, alle funktionieren sehr gut mit dem Gebrauch von sogenannten "Hashtags". Man liest sie überall, häufig in Verbindung mit Meinungen, Ratschlägen oder Kritiken. Manche nutzen sie ohne konkret zu wissen, wofür sie eigentlich gedacht sind.

Rückblick: 2007, Stowe Boyd nutze im August 2007 in einem Blogeintrag das erste Mal so einen Hashtag als "Hashtag". 2 lange Jahre dauerte es, bis Twitter den Vorschlag eines Rechtsanwaltes und Internetaktivisten mit Namen Chris Messina umsetzte. Dieser schlug die Verlinkung von zusammenhängenden Themen in Verbindung mit dem Rautezeichen vor.

Von nun an wurde primär bei Twitter der Hashtag genutzt und 2013 schaffte er es sogar zu Facebook.

Aber was macht denn nun dieser Hashtag den Post / Bild / Video so besonders?

Man ordnet mit dem Hashtag deinem Post (unabhängig vom Inhalt) einem Thema zu und schafft somit die Möglichkeit in der Suche gefunden zu werden.

Beispiel: Jemand postet ein Kuchen und schreibt dazu: "Endlich 18! WOW - ich fühle mich großartig und noch nie so fit wie heute". Dieser Post ist vermutlich privater Natur und somit wunderbar auch ohne Hashtags. Wenn dieser jemand aber z.B. ein Influencer ist und eine bestimmte Torte von einer bestimmten Marke vertritt, so könnte der Post so aussehen:
"Endlich #18! #WOW - ich fühle mich #großartig und noch nie so #fit wie #heute. #Healthy #lifestyle #lovelife #sporty #birthday #age". Was passiert nun?
Jemand sucht in der Suchleiste nach "Lifestyle" weil er vielleicht Produkte aus dem Lifestylebereich anschauen möchte oder aber er findet einfach Gefallen an dem Wort. Er findet deinen Beitrag und gibt dir, falls er diesen gut findet ein "Like". Genau das gleiche bei "Healty" oder "Lovelife".

Aber wie bekomme ich nun Follower dadurch?

Nun ja, nehmen wir an, jemand ist sehr sportlich und möchte sich gerne motivieren lassen. Du hast ein Instagam Account und postest jeden Tag 2 Motivationssprüche in deine Timeline. Diese ver-tagg-st du mit "#healthy #sporty #motivation #fit #lovelife #dailyfit #instafit #motivator" und wirst so nun unter den Begriffen gefunden. Jetzt kommt diese neue Person und möchte sich wie oben beschrieben, etwas motivieren lassen. Sie weiß aber nicht wie die Personen heißen, die sie motivieren können. Was tut sie also? Sie nutzt die Suchfunktion und gibt ein: "healty motivation". Nun landet sie bei dir, ihr gefällt dein Inhalt und zack - ein Follower mehr.
Es gibt eine ganze Reihe von Hashtags, die immer wieder verwendet werden und die dann mit entsprechender Reaktion verbunden sind.

So hat sich #love doch sehr stark etabliert. Genau wie andere allgemeine Wörter. Z.B. ist aktuell ein Trend, so viele Städtenamen wie möglich zu nutzen. Dadurch wird man in den Städten gefunden, auch wenn man dort nicht ist. Städte zu suchen liegt voll im Trend - die Chance also hoch, dass man gefunden wird. Manche erschummeln sich entsprechend viele Fake-Likes dadurch.

Am Ende ist aber immer wichtig, dass der Inhalt auch zum Hashtag passt. "Outfitoftheday" oder kurz "OTTD" als Hashtag zu verwenden, wenn man ein Auto postet, macht wenig Sinn und erzeugt nur ein Ungleichgewicht an echter Zuordnung. Viele Bots schnappen sich auch Hashtags und verteilen automatisch generierte Kommentare zu den Hashtags.

Neulich ist mir genau das passiert. Ich postete ein Video und jemand kommentierte mit "WOW, I like your picture!". Dadurch wusste man, dass das ein Bot ist, der auf einen meine Hashtags programmiert war.

Probiert es mal aus - postet ein Bild und verwendet die maximale Anzahl an Hashtags -> 30 Stück. Ideal unter das Bild oder besser, als ersten eigenen Kommentar. Ihr werdet sehen was passiert.