"Vorgeschlagene Beiträge" bringen ungewollte Inhalte auf den Feed

Über die letzten Jahre musste der Feed von Instagram einiges durchmachen. Es wurden viele Veränderungen vorgenommen - doch dieses Mal scheint es als eines der größten zu sein. Haben Sie auch gemerkt, dass Sie Beiträge von Nutzern sehen, die sie gar nicht abonniert haben? Und ich meine hier keine Werbung ...

Vergangene Nacht gab es das Update flächendeckend für alle. Nachdem man sich die Konten der abonnierten Kanäle angesehen hat, gibt es einen Hinweis, dass man nun auf dem neusten Stand sei. Anschließend werden hier neue Inhalte angezeigt. Inhalte von Profilen, die einem eventuell gefallen könnten.

Kann man auch zurück zur alten Ansicht?

Es gibt die Möglichkeit (siehe Foto) auf die neue Ansicht zu verzichten. Allerdings geht das immer nur manuell und händisch und ist (zumindest vorerst) nicht automatisch einstellbar.

Was soll das?

Die Inhalte basieren nicht wie im Entdecken Bereich auf deinen Grundinteressen, sondern sie werden aus dem Algorithmus ausgewählt und betreffen in erster Linie die Profilinhalte die man in den letzten 48 Stunden angesehen hat (das ergab ein Test, ob Zufall oder nicht, lässt sich noch nicht bestätigen) - aber auch - welche Inhalte man von seinen Freunden und anderen Quellen geschickt bekommt. Somit soll sich das Interesse und die Bereitschaft zum Folgen vergrößert werden. Ebenso möchte Instagram, dass man länger auf deren Plattform bleibt und dadurch auch mehr Anzeigen (Werbung) sieht.


QR Code Individuell für eure Profile

Neues Update von Instagram

Instagram bringt nun auch das universelle QR-Code Update, welches für einzelne Profile gedacht ist. Benutzer des sozialen Netzwerks können jetzt über jede Kamera-App problemlos andere Profile freigeben und darauf zugreifen, indem sie einen QR-Code scannen. Dieses ist besonders praktisch für die Teilung von Profilen "wenn man wen fremdes taggen" möchte.
Die Frage "Wie heißt denn dein Profil?" ist dann nicht mehr so nötig. Den QR-Code kann man sich dann einfach ausdrucken und an die Handyhülle klemmen oder als Foto auf dem Smartphone direkt jemandem zeigen.

Die Funktion ist nicht neu und wird bei immer mehr Profilrelevanten Apps genutzt. Snapchat bietet diese Funktion schon seit Jahren an, TikTok seit Beginn ihres Bestehens und nun auch Instagram. Um einen QR-Code für Ihr Instagram-Profil zu generieren, müssen Sie lediglich die Instagram-App öffnen, dann zum Einstellungsmenü gehen und auf die Option QR-Code tippen. Dies ersetzt erwartungsgemäß das alte Nametags-System.

Stellen Sie sicher, dass Sie die neueste Version von Instagram auf Ihrem iPhone installiert haben, um die QR-Code-Funktion zu erhalten. Instagram ist kostenlos im App Store erhältlich.


Kommentar: Als Instagram noch nicht Snapchat war

Ach wie war das schön - damals. Früher, so sagen die älteren Leute, war alles besser.

Als Instagram noch kein Filter-verseuchtes Nest voller Selbstdarsteller war.
Als ein "LIKE" noch eine Anerkennung und keine Währung war.
Als ein "Hashtag" noch dazu da war, den Beitrag zu beschreiben und nicht um gerankt zu werden.

2020 sieht die Welt etwas anders aus.
Wir versuchen stetig die Like/Reichweiten-Maschine zu füttern mit immer mehr und mehr Sachen, immer skurriler und unnatürlicher.
Die Filternutzung erreicht ein neues Hoch, die Aufmerksamkeitsspanne verkürzt sich von Tag zu Tag.
Kaum ein Tag vergeht, an dem man nicht 80 - 100 Mal auf das Handy schaut, in der Angst, man könne was verpasst.

Diese Angst heißt übriges "FOMO" (Fear of missing out - zu deutsch: Angst, etwas zu verpassen).

So unnatürlich sich diese Angst anhört aber sie ist allgegenwärtig. Instagram zeigt uns eine Scheinwelt voller Menschen, die sich (und am besten noch ein Produkt - nicht ihrer - Wahl) darstellen.
Da wir Menschen von Grund auf  Gruppen / Herdentiere sind, möchten wir dazu gehören, uns integrieren und nicht am Rande stehen. Also machen wir fleissig mit.
Wir interagieren, "liken" (was nicht mal ein richtiges Wort ist), wir nehmen Hundefilter, Gesichtsverändernde Masken und Verzerrer auf uns, damit wir in der Masse mit schwimmen.

Als Instagram im September 2011 das Licht der Welt (im Appstore) erblickt, ist es schüchtern, keiner wusste so recht was sie damit machen sollen und ein echter Algorithmus existierte noch nicht.
Die von Facebook aufgekaufte Werbeplattform hat sich in den Jahren stark verändert. So wie wir Menschen uns stark verändern.

Zu sagen, man habe sich zum schlechten verändert, alles sei zu schnelllebig und austauschbar, ist mir zu einfach.
Sicherlich habe sich vieles verändert. Das ist der Lauf der Zeit. Wir arbeiten stetig an neuen Dingen, an Verbesserungen und, ja, auch an Veränderungen. Da ist es normal dass man sich verändert.
So wie sich ein Mensch in sich eben auch verändert. Wir sind heute wie damals austauschbar (gewesen). Die heutige Technik macht es uns aber eher bewusst und belegbar, dass das so ist.
Und da es in unserer Natura liegt uns mit anderen zu vergleichen und zu messen, suchen wir förmlich nach der Austauschbarkeit um eine Erklärung für unsere subjektive schlechte Leistung zu finden.

Die Leistung ist genauso gut wie "damals", das Spiel ist das gleiche geblieben, das Spielfeld hat sich nur geändert.
Ich muss jetzt erstmal mein Kaffee fotografieren und posten. Aber mit Filter, zwei Hashtags und Ortsangabe. Damit ich Reichweite generiere.

Das macht man heute so.


"TikTok" ist jemand da?

Man nehme eine gut funktionierende "Spaß"-App ("musical.ly"), pumpt diese voll, mit eigentlich sehr überflüssigen Filtern, lasse diese von diversen Influencern und Promis nutzen sowie vermarkten - heraus kommt "TikTok". 

Was ist TikTok?

TikTok war früher musical.ly, welche als Social Media Plattform der besonderen Art eingeführt wurde. Eine Art "Lippen-Syncron-App", bei der man Musik abspielen konnte (meist aktuelle Songs, hip und aus den Charts). Die Benutzer drehten dann kleine Videos, wie sie zu der Musik performen. Diese kleinen Videos konnten dann geteilt und mit Freunden angesehen werden. Es gab bereits eine "Follower" Funktion, so dass man sich je nach Inhalt schnell eine kleine Community aufbauen konnte.

Die eigentlich spannende Aufgabe bei den Musers (so wurden sie genannt), waren die Battles und Contests. Es gab Vorgaben an die man sich halten sollte, dann drehte man ein kurzes Video und anschließend wurde abgestimmt.
Eine größere Gefolgschaft war da natürlich von Vorteil.

Die Nutzerzahlen von Musical.ly konnten sich sehen lassen. In knapp 2 Jahren (2014-2016) nutzten rund 140 Millionen Nutzer die App. 

2017 folgte dann ein großer Sale. Die App wurde für die stattliche Summe um die 1 Milliarde Dollar verkauft. Kurze Zeit später wurde der Name gestrichen und der bis dahin nicht so populäre Name "TikTok" übernahm die Nutzer. Nach Übernahme und Relaunch 2018 erobert TikTok nun die Social Media Welt. Primär ist die App (und der Dienst dahinter) für Personen ab 13 Jahren gedacht.

Musical.ly hatte 2014-2016 in Summe rund 140 Millionen Nutzer - TikTok wird täglich von der Größenordnung genutzt.
Es ist die, am schnellsten wachsende App-Community der letzten Zeit gehandelt. Mentoren und große Social Media Experten sind sich einig, das TikTok in 2-3 Jahren das ist, was Instagram heute ist. Instagram hingegen wird dann das Facebook von heute sein.

Was macht TikTok so reizvoll?

In erster Linie ist es sehr kurzweilig. Man kann schon mal gut und gerne 1-2 Stunden dort verbringen, ohne es zu merken. Ebenso muss man nicht angemeldet sein, um die Videos dort zu betrachten.
Man kann sich also voll und ganz entertainen lassen und sich Stück für Stück an das neue Medium heran trauen. Ich selbst war lange nicht angemeldet und wagte dann vor kurzem den Schritt.

Und wie ist das so dort?

Es ist bunt, laut und schnell. Man hat das Gefühl man hetzt durch die Gegend und wird immer wieder von neuen Infos und Bildern überrascht. Inhalte dort einzustellen, die man bereits hat, ist einfach. "Auf das Plus" und los geht es.
Inhalte mit Zeitlupen, Filtern etc. zu erstellen, ist hingegen schon etwas schwieriger und benötigt etwas Übung. Meine ersten Videos (weil ich nicht genau wusste, was ich da hochladen soll), waren spielende Hunde und eine Reise-Foto-Diashow. Die Hunde wurden in 24h rund 400 Mal angeschaut (ohne, dass ich nur 1 Follower hatte - Hashtags machen es möglich), die Diashow hingegen war eher ein Flop.

Welche Inhalte sind dafür gut?

Die Inhalte können natürlich von "ernst" über "spaßig" alles sein. Man sollte sich auf die Kurzweiligkeit konzentrieren. Videos die länger als 20 Sekunden gehen, müssen inhaltlich so stark sein, dass es sich wirklich lohnt.
Da man nur ein Swipe davon entfernt ist, dass das eigene Video weggedrückt wird, sollte man also schnell und gut performen, sonst wird es schwer.

Wie sieht die Zukunft von TikTok aus?

Auch wenn ich der Plattform noch nicht viel abgewinnen kann, muss man sagen, dass es wohl die Wegrichtung ist, auf die wir zusteuern. Unabhängig davon ob wir das gut oder schlecht finden. Die zukünftige Aufmerksamkeit ist auf TikTok.
Es ist gerade ein Textprogramm gestartet, bei der getestet wird, in wie weit sich ein Shop mit den Videos vereinbaren lässt. So wird die Influencer-Seite mehr gestärkt.
Wir werden also weiter davon hören und spätestens in 2-3 Jahren wissen wir, ob wir uns heute einen Account hätte machen sollen!

Mein Tipp - Account anlegen und einfach mal ein paar Videos machen.

PRO TIPP: Videos via TikTok erstellen (gibt viele tolle Filter!!), diese dann exportieren und bei Instagram als Story hochladen. Am Ende gibt es den "TikTok"-Hinweis und so wird die Cross-Produktion perfektioniert!

 


"Likes verstecken" - Instagram testet nun weltweit

Die Welt der Influencer, sowie nahezu allen Leuten, die bei Instagram angemeldet sind, dreht sich um "Likes".

Klicks sind schon wie eine Währung und geben dem aussenstehenden ein Feedback, ob der Beitrag gefällt oder nicht.
Dass sich das Prinzip natürlich relativ schnell auf die Inhalte und deren Prozedere der Produktion auswirkt, dürfte klar sein.
Heißt soviel wie:

"Der Inhalt wird an die Klicks angepasst" und nicht "Die Klicks orientieren sich am Inhalt".

Es werden also Inhalte produziert, die möglichst gut performen.

Dieses kann zwar niemand garantieren, aber die Historie zeigt, dass es bestimmte Parameter in bestimmten Situationen gibt, die dann die Klick-Rate beeinflussen können.

Um diesem Prinzip von "Klicks sind alles" einen Riegel vorzuschieben, testetet Instagram vor ein paar Monaten in Brasilien und Teilen der USA exklusiv, die Möglichkeit der "Hiding Likes" - also "Likes verstecken".
Diese werden weiterhin gezählt und können im Hintergrund für den Benutzer eingesehen werden, sie werden aber nicht mehr nach außen getragen und sind somit für den Betrachter, der den Post sieht, nicht mehr anzusehen und somit nicht mehr relevant.
Ein Versuch hat gezeigt, dass es Postings mit wenig Likes schwerer haben, mehr Likes zu bekommen, als Postings mit bereits mehreren hundert Likes.

Ob und wie sich diese Methode nun auf den Influencer Markt auswirken wird, bleibt abzuwarten. 

Meine Vermutung ist, dass es nach anfänglichem "WOW" anschließend nach wie vor so weiter geht. Die Statistik, die für die werbenden Firmen einzig und allein das Wichtigste ist, ist im Hintergrund für den "Posting-Ersteller" weiterhin einzusehen.
Er bekommt so die Möglichkeit, diese Infos weiterhin weiterzugeben, so dass die werbenden Firmen auch weiterhin wissen, wieviele Leute mit welchem Posting wie erreicht wurden.

 


026 Instagram schaltet Stalking Funktion ab


Bei Fragen gerne DM...

https://www.instagram.com/tbbi
https://www.facebook.com/timoblaschke.de
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025 Darkmodus bei Instagram


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Instagram schaltet "Stalking-Funktion" ab

"Welche Bilder liked eigentlich meine Freundin?"

Dieser Satz oder ähnliche, sorgten in der Vergangenheit für einige Probleme.

Instagram bot unter dem "Herz-Symbol" in der unteren Leiste, eine tolle Ansicht darüber, welche Fotos und Videos, sowie Kommentare die Personen abgeben, die man abonniert hat.
Mit dieser Funktion versprach man sich anfangs mehr Interaktion und Aufmerksamkeit der "dritten" gegenüber.
Damit ist gemeint: Sollte Person A, die ihr folgt, Person B liken und einen Kommentar absetzen, könnt ihr als Person C das ja sehen und eventuell so auch auf Person B stoßen und ein Abo da lassen.

Interaktion sollte damit in Gang gesetzt werden.

Wieso ist es nun nicht mehr verfügbar?

Instagram ließ verlauten, dass sie diese Funktion der "einfachheithalber" deaktiviert haben. Sie seien zu dem Entschluss gekommen, dass das Instagram-Interface aufgeräumter wirke und somit einfacher zu bedienen sei.

Lassen wir uns überraschen, womit Instagram als nächstes auffährt.