Was genau bedeutet das für die Anwender?

Instant-Artikel gehören mittlerweile zu Facebook, wie der “Daumen” und die Kommentarfunktion. Es ist die kleine aber feine Funktion, die einen Artikel schnell und praktisch vorgeladen öffnen lässt. So lassen sich Seiten anwendungsfreundlich vorladen und deutlich schneller erreichen. Damit dieses so funktioniert ist eine Menge technischer Aufwand erforderlich – ebenso gehören Server-Arbeiten dazu.

Facebook hatte bisher diesen Service als nettes Paket mitlaufen lassen und war auch nicht besonders scharf darauf, die Nutzer dessen für diese Dienste bezahlen zu lassen. Schließlich werden die Inhalte bei Facebook hoch- und vorgeladen. Das kann bei ganzen Webseiten mitunter schon sehr viel Inhalt sein.

Wie Facebook nun einmal so ist, testen sie länger, schauen wo man Profit schlagen kann und anschließend nutzen sie es genau für diese Wege aus. Grundlegend gehört das zum Spiel – am Ende könnten die Nutzer dafür zahlen.

Es läuft dann so:
Wenn der Leser die 5 gratis Artikel angeklickt und damit gelesen hat, würde er beim sechsten Artikel die Bezahlschranke erreichen. Dort wird er höflich gebeten für “Insider Inhalte” oder “Plus Artikel” ein Abo abzuschließen oder ähnliches.

Somit würde man ähnlich wie es heutzutage “Plus-Inhalte” für normale Zeitungen gibt, die ihre Inhalte Online präsentieren, nun auch die Social Media Welt erreichen.
Gerade Facebook spielt hier ja eine große Rolle, da es als Cross-mediale Plattform zwischen Twitter (limitiert auf 140 280 Zeichen) und Instagram (mehr Foto, weniger Text) fungiert.
Campbell Brown, Facebook’s Head of News Partnership, möchte fünf freie “Instant articles” vor der eigentlichen Bezahlschranke “erlauben”, bzw. für gut befinden – nicht 10.

(Quelle: techcrunch.com)

Seit Oktober wird dieses Methode bereits bei der Facebook App auf Android Geräten getestet – nun ist es für iOs ebenfalls möglich.

Je nach Einstellung der Veröffentlicher kann auch eine Verlinkung die “not been charged” also frei zugänglich ist, ebenfalls geschehen – allerdings dann nicht als Instant-Artikel sondern als normale Verlinkung.

Es bleibt also spannend – wie so oft bei Facebook.

Ist also nur noch eine Frage der Zeit, bis Instagram ein Bezahlschranke für besondere Profile erstellt. Spätestens dann wird das Thema “Soziale Vernetzung” auf ein anderes Level gehoben. Meines Erachtens nach geht das alles den falschen Weg – eine normale “ich zeige dir ein paar lustige selbstgemachte Bilder”-Konversation via Facebook ist mittlerweile kaum noch möglich und wird durch unzählige Markierungsbilder gestört.
Auch wenn man mit der Zeit gehen muss, muss man sich überlegen ob man nicht irgendwann mit der Zeit gehen muss (sowohl als auch!).