009 # 2.2 Regisseur

In der letzten Woche interviewte Timo Blaschke in seiner Show "Ten 4 Ten" die Stuntfrau und Schauspielerin "Jaqueline Nicole Schulz". In dieser Woche geht es, zumindest im groben Genre "FILM" weiter.
Er ist der Regisseur des Films "Phantomschmerz", welcher 2018 für reichlich aufsehen sorgte. Der Film wurde durch Crowdfunding finanziert, Sven Martinek, sowie Daniel Littau spielten in dem Thriller mit und die Drehorte waren größtenteils regional. Somit bekam der Film einen besonders familiären Charme, der der packenden Story die finale Note gibt.

Ich durfte Ende letzten Jahres dieses tolle Interview mit Andreas Olenberg führen und freue mich nun es euch zu präsentieren.


Warum wir alle #Foodporn lieben

Wir alle kennen die Fotos von Speisen aus Restaurants oder von daheim

Aber wieso machen wir das?

Photo by Neven Krcmarek on Unsplash

Seit Anbeginn der Instagram Ära streben die Nutzer nach Aufmerksamkeit und Ansehen. Speisen sind seit längerer Zeit schon nicht mehr nur Nahrung sondern auch Status Symbol.
Soll heißen:

"Isst man dekorativ - isst man teuer."

Dieses vermeintliche Statussymbol gehört natürlich auch gepostet. Getreu dem Motto: "schau her, was ich essen kann."
Die sehr dekorativen Speisen gehören zum Konzept der Restaurants und werden mit Kusshand für Online-Fotos nutzbar gemacht. Wir als Nutzer machen Fotos, zeigen unseren Lifestyle und gleichzeitig machen wir Werbung für den Laden, der die Speisen anbietet.

In der Vergangenheit gehörte Foodfotografie einer eigenen Sparte in der Fotobranche an. 

Da wir immer bessere Mobiltelefone besitzen, immer besseres und kreativeres Verständnis von Fotos erlangen, ist somit der Schulterschluss naheliegend.

Somit wird aus einer einfachen Currywurst Pommes ein "#Currywurstforlife" und #CurrypommesIlike".

Wir sozialisieren somit die Speisen. Ein gut hingelegter Streifen Sushi ist ansehnlich, erzeugt Begierde und (da Sushi oft auch etwas teurer ist) eine Art "Lifestyle", den vielleicht nicht alle nachgehen können.

Perfekt also für die Foto/Video-Plattform "Instagram". 

 


VLOG 5 // Headling Reading / Clickbait

Headline Reader

Social Media ändert sich fast täglich - genau wie die Bedürfnisse und Gewohnheiten der Konsumenten. Durch die steigende Zahl an digitalen Produkten, sowohl Verkauf- als auch Infoprodukten, beginnt auch für die Bewerbung dessen eine immer stetig wandelnde Zeit.

Noch vor 2 Jahren wurden Infos auf z.B. Facebook oder Twitter so erzählt, wie sie nötig waren. "Info: Supermarkt XX macht zu. Nächste Woche ist Schluß. Werdet ihr es vermissen?"

Dadurch wurde der Konsument direkt abgeholt, er bekam die nötige Info und konnte weitergehen. In der heutigen Zeit ist es jedoch so, dass es immer wichtiger wird, den Passanten dort zu halten und idealerweise von dem Webseiten-Gateway (also dem Zwischenhändler der Information) zu sich auf die Webseite zu "locken". Durch geschickte Wortwahl, gepaart mit entsprechendem Skandal-Vokabular erreicht man schnell das Gefühl von "du musst jetzt klicken, sonst bekommst du die Info nicht".

Gleiches Beispiel:

(zur Verdeutlichung im direkten Vergleich):

Früher:
Info: Supermarkt XX macht zu. Nächste Woche ist Schluss. Werdet ihr es vermissen?

Heute:
+++EILMELDUNG+++ DIESER Supermarkt macht dicht! Ihr kennt ihn alle!

Durch den Breaking News Charakter erreicht man eine kleine Paniksituation, dass man etwas verpassen könnte, weil es sich hierbei um eine total wichtige Info handelt. Durch die Info "DIESER Supermarkt", ist man gezwungen zu klicken, damit man die Info bekommt. Und durch "Ihr kennt ihn alle", ist man persönlich betroffen.

Am Ende klickt man und wird in der Regel mit einer Popup Werbung belohnt. Diese wird natürlich standesgemäß weggeklickt und dadurch bekommt der Werbetreibende trotzdem seine Micro-Cents, die in Summe doch eine Menge aus machen. Die BILD Zeitung ist großer Vorreiter in der Art und Weise die Konsumenten auf deren Seite zu ziehen. Sie perfektionieren das Ganze sogar, in dem sie nicht nur Texte so anpassen sondern auch Fotos so manipulieren, damit man drauf klickt.

Viele (er)kennen das Problem und sind mittlerweile recht müde, warten bis einer in die Kommentare schreibt oder klicken schlicht nicht drauf.

Auf Dauer wird sich das System meines Erachtens auch nicht durchsetzen, sondern die konventionelle Art der Informationsverbreitung wird wieder neu aufleben.

Durch Clickbaiting werden große Klickzahlen erreicht

Das Thema Clickbaiting hat vermutlich jeder schon einmal gehört. Durch geschickte Bildmanipulation erweckt der Artikel einen anderen Inhalt, als er wirklich hat. So wird aus einem relativ langweiligen Artikel plötzlich ein "Must Have" Video, welches sich leider schnell als Flop herausstellt. Dennoch wird der Klick gegeben, die Zahl erhöht sich, wenn auch die Absprungrate enorm hoch ist.

Gute Beispiele finden sich auf Youtube ohne Ende. Gerade der männliche Konsument lässt sich anhand der Vorschaubilder gerne blenden und durch die separate Hochlade-Funktion der "Thumbnails" kann man aus einem "Stricken und Häckeln" Video ein "Nackte Frau zeigt sich oben ohne" Video machen. Durch den Klick erzeugt derjenige Reichweite und leider gilt ja immernoch:

Je mehr Klicks ein Kanal hat, desto populärer ist er - unabhängig vom Inhalt

Meine Testreihe "Clickbaiting" ergab, dass die Artikel mit entsprechenden Fotos öfter geklickt wurden, als die "normalen" ohne ein tolles Vorschaubild.

Dennoch muss man sagen, dass die Dauer der Ansichten hingegen bei den "Original Vorschaubildern" länger war, als bei den Fakebildern.

Sei's drum - Content ist und bleibt King

 


VLOG 4 // Fotoshooting Rudolf-Oetker-Halle

FOTOSHOOTING

Jedes Jahr erscheint das Rudolf-Oetker-Hallen-Magazin. Und jedes Jahr darf sich ein Fotograf die Halle als Thema vornehmen und diese in einer eigens kreierten Story ablichten. Dieses Jahr hatte ich (erneut) die Ehre. (Vor 3 Jahren -> siehe hier (KLICK).

Vor 3 Jahren war es die gute Franziska, die Model stand. Dieses Jahr ist es Jan Himmerich, der sich bereit erklärt hat, Model zu stehen. Wir wollten einen Mix aus "Neuzeit" und "Barrock" bzw. "Modern und Classic" darstellen.

Hierzu sind wir draußen in normaler Kleidung, eher sportlich frisch und indoor eher mit Anzug, Hosenträgern und Hemd herumgegangen und haben fotografiert.

Alles dazu seht ihr im Video.

 


TBBI V2 - Instagram Storys Reichweite

VLOG 2

Die Story wird immer wichtiger. Nicht nur Influencer nutzen diese Möglichkeit der Verbreitung, sondern auch Firmen und andere. Wie bei fast allen Plattformen geht es auch wieder um die Reichweite. Man möchte natürlich das SEIN Posting am meisten angesehen wird und entsprechend interagiert wird.

Wie mache ich das nun?

Nun ja, neben gutem Inhalt gibt es ein paar Dinge zu beachten:

-> Nutze Hashtags (weise!) und verlinke deine Storys so mit den Themen, die aktuell gerade wichtig sind oder eben die immer wichtig sind.
Gutes Beispiel: Rock am Ring 2017 (Offizieller Hashtag #RAR2017) wurde rund 9000 Mal genutzt, der #RAR gute 93000 Mal. Somit ist die Wahrscheinlichkeit doch sehr hoch, dass der Algorithmus deinen Beitrag auf der allgemeinen Suchleite bei Eingabe des Hashtags.

-> Ortungsfunktion: Diese ist fast noch entscheidender für die lokale Suche als die Hashtags. Durch die Ortung kann jeder, der sich z.B. in einer (oder seiner) Stadt aufhält, schauen, was dort los ist. Unter der allgemeinen Suchfunktion gibt es oben links den Ort. Dort lassen sich dann die mit dem Ort vertaggten Beiträge anzeigen.

Probiert es aus. Ist sehr spannend zu sehen, was deinen unbekannten Leute in der Stadt so alles machen.

Profitipp: Marken- und andere Dienstleitungsgesellschaften, die das sich zu nutze machen wollen, sollten aufmerksam darauf achten, wer dort postet. Dadurch bekommt man einen guten Querschnitt der Leute die aktiv sind, ohne dass man in den Suchfunktionen explizit nach z.B. Bielefeldern suchen muss.

Wieso ist das so gut? Weil viele eben nicht angeben, wo sie gerade leben (im Hauptprofil), sich aber mit dieser Funktion zumindest temporär dahingehend outen.